Sie haben eine Agentur beauftragt, Ihre Facebook-Seite und Ihr
Instagram-Konto zu betreuen — und jetzt bittet sie um „Admin-Zugriff“.
Die kurze Antwort: Den braucht sie fast nie. Metas aktuelles
Berechtigungssystem erlaubt es, einer Agentur genau die Aufgaben
freizugeben, die sie tatsächlich erledigt — Beiträge veröffentlichen,
Nachrichten beantworten, Kommentare moderieren, Werbeanzeigen schalten —
während Ihr Unternehmen die volle Kontrolle über die Seite, das
Instagram-Konto und alles Dahinterliegende behält. Für einen Freelancer
heißt das: begrenzter Task Access (Aufgabenzugriff). Für eine
professionelle Agentur: Partner access zwischen Ihrem Meta Business
Portfolio und dem der Agentur. Dieser Leitfaden zeigt beide Wege, Schritt
für Schritt.
Das Prinzip hinter jedem Abschnitt dieses Artikels: Ihnen gehören die
Assets; die Agentur bekommt Berechtigungen. Niemals umgekehrt.
Die zwei sicheren Modelle auf einen Blick
Sie beauftragen einen einzelnen Freelancer?
Sie → Facebook-Seite → Task Access / begrenzter Zugriff → Freelancer
Sie beauftragen eine professionelle Agentur?
Ihr Business Portfolio
→ Facebook-Seite / Instagram / Werbekonto
→ Ausgewählte Partner-Berechtigungen
→ Business Portfolio der Agentur
→ Die Mitarbeiter der Agentur
Das zweite Modell setzen die meisten Unternehmen falsch auf — dabei
erspart genau dieses später den meisten Ärger. Mit Partner access
verwaltet die Agentur selbst, welche ihrer Mitarbeiter mit Ihren Konten
arbeiten. Verlässt jemand die Agentur, ändern Sie: nichts. Beim
Agenturwechsel entfernen Sie einen Partner und fügen einen neuen hinzu.
Seite, Follower, Nachrichtenverlauf und Werbekonto bleiben, wo sie sind.
Welche Facebook-Zugriffsarten gibt es heute?
Meta hat die alten Seitenrollen (Administrator, Redakteur, Moderator,
Werbetreibender, Analyst) in der neuen Seiten-Umgebung durch ein
einfacheres Modell ersetzt. Wenn eine Agentur davon spricht, jemanden zum
„Redakteur“ zu machen, verwendet sie veraltetes Vokabular. Das aktuelle
sieht so aus:
- Facebook access (Facebook-Zugriff) — die Person kann in die Seite
wechseln und innerhalb von Facebook als die Seite agieren. Zwei Stufen:
- Facebook access (Standard) — Inhalte, Nachrichten, Kommentare,
Werbeanzeigen und Insights direkt in Facebook verwalten.
- Facebook access mit Full Control (volle Kontrolle) — alles oben,
plus die Macht, den Zugriff anderer Personen zu verwalten, kritische
Einstellungen zu ändern und die Seite sogar zu löschen. Das ist das
heutige Äquivalent des alten „Admin“.
- Task Access (Aufgabenzugriff) — die Person arbeitet an bestimmten
Aufgaben (Inhalte, Nachrichten, Community-Aktivität, Werbeanzeigen,
Insights) über Business-Tools wie die Meta Business Suite — ohne in
die Seite auf Facebook zu wechseln und ohne ihre Einstellungen anzufassen.
- Partner access (Partnerzugriff) — gar keine persönliche Freigabe:
Ihr Business Portfolio teilt ein Asset mit einem anderen Unternehmen,
mit einem Berechtigungspaket, das Sie festlegen.
Ein ehrlicher Hinweis, der für den ganzen Artikel gilt: Meta benennt
Menüs regelmäßig um und verschiebt Einstellungen. Die Konzepte hier sind
stabil; die exakten Beschriftungen auf Ihrem Bildschirm können von jedem
Leitfaden abweichen — auch von diesem.
Zugriff über die Facebook-Seiteneinstellungen vergeben
Das ist der richtige Weg für einen einzelnen Freelancer oder eine interne
Social-Media-Managerin. Sie brauchen den Namen der Person (wie auf
Facebook auffindbar) oder ihre E-Mail-Adresse.
- Wechseln Sie in Ihre Seite. Nutzen Sie auf Facebook das Profilmenü,
um von Ihrem persönlichen Profil in die Seite zu wechseln.
- Öffnen Sie die Seiteneinstellungen.
- Suchen Sie den Punkt Seitenzugriff (manchmal unter der
Seiteneinrichtung — Meta verschiebt diese Bezeichnung immer wieder).
- Wählen Sie im Personenbereich Neue hinzufügen bzw. Person hinzufügen.
- Wählen Sie die Zugriffsstufe. Vergeben Sie Standard-Facebook-Zugriff
oder Task Access — je nachdem, was die tatsächliche Arbeit erfordert.
- Lassen Sie Full Control ausgeschaltet, außer Sie fügen einen
Mitinhaber des Unternehmens selbst hinzu.
- Bestätigen Sie mit Ihrem Passwort und senden Sie die Einladung.
- Die Person muss die Einladung annehmen, bevor der Zugriff aktiv
wird — ausstehende Einladungen können Sie jederzeit zurückziehen.
Bevor Sie jemanden hinzufügen: Beschreiben Sie den Job in einem Satz —
„plant und veröffentlicht Beiträge“, „beantwortet Nachrichten“, „schaltet
Werbeanzeigen“. Vergeben Sie nur, was dieser Satz braucht. Nachträglich
erweitern geht immer — Berechtigungen wieder einsammeln ist das
unangenehme Gespräch.
Was ist Task Access?
Task Access ist die Least-Privilege-Option in Metas aktuellem Modell —
und sie reicht für erstaunlich viel Agenturarbeit aus.
Wer Task Access hat, arbeitet über die Meta Business Suite und andere
Business-Tools — nicht, indem er auf Facebook „zur Seite wird“. Sie
wählen die Aufgabenbereiche:
- Inhalte — Beiträge, Stories und Reels erstellen, veröffentlichen,
planen und bearbeiten.
- Nachrichten — den Posteingang der Seite beantworten.
- Community-Aktivität — Kommentare moderieren, beantworten und
verwalten.
- Werbeanzeigen — Werbung für die Seite erstellen und verwalten.
- Insights — Leistungsdaten zu Inhalten, Anzeigen und Seite einsehen.
Welche Kontrollkästchen Sie genau sehen, hängt von Metas aktueller
Oberfläche und Ihrer Konfiguration ab. Das Prinzip aber gilt: Eine Person
mit Task Access für Inhalte und Nachrichten kann ihre tägliche Arbeit
vollständig erledigen — ohne jede Möglichkeit, Ihre Seiteneinstellungen zu
ändern, Sie zu entfernen oder weitere Personen hinzuzufügen.
Full Control: was es ist — und warum Ihre Agentur es nicht braucht
Facebook access mit Full Control ist das moderne Gegenstück zur alten
Admin-Rolle. Eine Person mit Full Control kann typischerweise:
- den Zugriff aller anderen verwalten — einschließlich der Möglichkeit,
Sie zu entfernen
- zentrale Seiteneinstellungen ändern
- die Seite löschen oder zusammenführen
- weiteren Personen Zugriff geben, die Sie nie kennengelernt haben
Geben Sie einer externen Agentur kein Full Control, weil sie Beiträge
veröffentlichen muss. Veröffentlichen braucht Inhalte-Berechtigungen.
Nachrichten brauchen Nachrichten-Berechtigungen. Nichts am alltäglichen
Social-Media-Management erfordert die Macht, den Inhaber von seiner
eigenen Seite zu entfernen.
Wann ist Full Control legitim? Selten: ein Mitgründer, eine langjährige
interne Operations-Leitung oder ein zweiter vertrauenswürdiger Inhaber,
dessen Job genau das Administrieren von Zugriffen und Einstellungen ist.
Eine Vertrauensentscheidung auf Eigentümerebene — keine
Arbeitsberechtigung.
Was ist ein Meta Business Portfolio — und warum ist es hier wichtig?
Ein Business Portfolio (Metas aktueller Name für den früheren
Business Manager) ist der Container für die Assets eines Unternehmens:
Facebook-Seiten, Instagram-Konten, Werbekonten, Datensätze/Pixel, Kataloge
— sowie die Personen und Partner, die darauf zugreifen dürfen.
Zwei Portfolio-Fakten bestimmen die gesamte Agenturbeziehung:
- Ihre Assets sollten in Ihrem Portfolio liegen — nicht im
Portfolio der Agentur. Das Unternehmen, in dessen Portfolio ein Asset
liegt, kontrolliert es letztlich.
- Portfolios können Assets mit anderen Portfolios teilen — das ist
Partner access, und es ist der professionelle Weg, mit einer Agentur
zu arbeiten.
Eine Agentur als Meta Business Partner hinzufügen
Genau dieses Setup sollte eine professionelle Agentur von Ihnen verlangen.
Es dauert fünf Minuten — und die Agentur sieht nie ein Passwort.
- Bitten Sie die Agentur um ihre Business ID — die numerische Kennung
ihres Business Portfolios. Jede seriöse Agentur schickt sie Ihnen in
einer einzigen Nachricht.
- Öffnen Sie die Meta Business Suite Ihres Unternehmens.
- Gehen Sie zu den Einstellungen (Unternehmenseinstellungen).
- Suchen Sie Nutzer → Partner (oder die aktuelle Entsprechung — Meta
benennt diesen Pfad gelegentlich um).
- Wählen Sie die Option, einem Partner Zugriff auf Ihre Assets zu
geben.
- Geben Sie die Business ID der Agentur ein.
- Wählen Sie nur die Assets aus, die die Agentur tatsächlich betreut
— die Facebook-Seite, das Instagram-Konto und das Werbekonto, falls
sie Ihre Anzeigen schaltet. Sonst nichts.
- Wählen Sie die Berechtigungsstufe pro Asset. Vergeben Sie
Arbeitsberechtigungen (Inhalte, Nachrichten, Community-Aktivität,
Insights; Anzeigenverwaltung auf dem Werbekonto, falls relevant) —
nicht die volle Kontrolle über das Asset.
- Bestätigen Sie. Die Agentur weist nun in ihrem eigenen Portfolio
ihre eigenen Mitarbeiter Ihren Assets zu.
Der letzte Punkt ist die stille Superkraft von Partner access: Die
Personalplanung auf Agenturseite wird zum Problem der Agentur. Neue
Mitarbeiter bekommen Zugriff über deren Portfolio; wer geht, verliert ihn
auf demselben Weg. Ihre Einstellungen bleiben unangetastet.
Wie eine Agentur Zugriff auf Ihre Facebook-Seite anfragen kann
Der Ablauf kann auch von der Agenturseite starten — üblich, wenn der Kunde
nicht genau weiß, wie er freigeben soll. Aus der Business Suite der
Agentur:
Business Suite der Agentur → Einstellungen → Konten → Seiten
→ Hinzufügen → Geteilten Zugriff auf eine Facebook-Seite anfragen
Danach der Handschlag:
Agentur fragt Zugriff mit einem gewählten Berechtigungspaket an
→ Sie erhalten die Anfrage (Business-Suite-Benachrichtigungen / Seiteneinstellungen)
→ Sie PRÜFEN die angefragten Berechtigungen
→ Sie bestätigen (oder kürzen, oder lehnen ab)
→ Agentur betreut die Seite — Sie behalten die Kontrolle
Prüfen Sie die Anfrage, bevor Sie bestätigen. Manche Agenturen fragen
standardmäßig die volle Kontrolle über das Asset an — nicht aus böser
Absicht, sondern aus Gewohnheit. Sie dürfen ein kleineres
Berechtigungspaket bestätigen als angefragt, oder um eine neue Anfrage
mit reinen Arbeitsberechtigungen bitten. Eine professionelle Agentur
wird darüber nicht diskutieren.
Instagram-Zugriff für eine Agentur einrichten
Der Instagram-Zugriff läuft über dieselben Schienen, mit einer
Voraussetzung: Das Instagram-Konto sollte ein professionelles Konto
sein (Business oder Creator) und mit Ihrem Business-Setup verbunden.
Die sichere Reihenfolge:
- Das Instagram-Konto bleibt Ihres. Es gehört in Ihr Business
Portfolio: Suchen Sie in der Business Suite unter
Einstellungen → Konten → Instagram-Konten (Wortlaut kann abweichen).
- Sobald das Konto in Ihrem Portfolio liegt, teilen Sie es als
Partner-Asset mit dem Portfolio der Agentur — genau wie die Seite,
mit Berechtigungen für Inhalte, Nachrichten, Community und Insights
nach Bedarf.
- Die Mitarbeiter der Agentur betreuen dann Instagram-Publishing, DMs,
Kommentare und Insights über Business-Tools — ohne jemals Ihr
Instagram-Passwort zu kennen.
Wenn das Onboarding einer Agentur verlangt, dass Sie Benutzername und
Passwort Ihres Instagram-Kontos in ein Formular tippen oder per Chat
schicken, ist das der falsche Prozess — egal, wie renommiert die Agentur
ist. Womit wir beim nächsten Punkt wären:
Teilen Sie niemals Ihr Facebook- oder Instagram-Passwort mit einer Agentur
Passwort-Weitergabe fühlt sich schnell an und richtet echten Schaden an:
- Keine Nachvollziehbarkeit. Jede Aktion sieht aus wie Ihre. Geht
etwas schief, lässt sich nicht feststellen, welcher der fünf
Agenturmitarbeiter es war. Nebenbei ist das auch ein
Datenschutzproblem: Wer im Sinne der DSGVO nachvollziehbar arbeiten
will, braucht personenbezogene Zugänge statt eines geteilten Logins.
- Offboarding ist unmöglich. Verlässt ein Agenturmitarbeiter das Team,
hilft nur ein Passwortwechsel — und das erneute Verteilen an alle
anderen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung bricht. Entweder Sie schalten 2FA ab
(gefährlich), oder Sie werden mehrmals pro Woche zur menschlichen
Code-Weiterleitung.
- Geteilte Zugangsdaten sickern durch. Passwörter in Chatverläufen,
Tabellen und Onboarding-Dokumenten sind der klassische Weg, wie Konten
gekapert werden.
- Einer Person den Zugriff entziehen heißt: allen. Es gibt kein
Skalpell — nur den Vorschlaghammer.
- Größere Angriffsfläche. Jedes zusätzliche Gerät, das im
Inhaber-Konto eingeloggt ist, ist eine Tür mit Vollzugriff.
Jeder Agenturmitarbeiter sollte über die eigene Identität handeln —
vergeben über die Zugriffssysteme oben, niemals über Ihren Login.
Welche Berechtigungen braucht welche Aufgabe wirklich?
Eine praktische Landkarte (Ihre exakten Optionen hängen vom Setup und von
Metas aktueller Oberfläche ab — verstehen Sie das als Ausgangspunkt, nicht
als offizielle Meta-Richtlinie):
| Aufgabe der Agentur | Benötigter Zugriff |
|---|
| Beiträge veröffentlichen | Inhalte |
| Inhalte planen | Inhalte |
| Kommentare verwalten | Community-Aktivität |
| Nachrichten beantworten | Nachrichten |
| Performance einsehen | Insights |
| Werbung schalten | Werbeanzeigen + das betreffende Werbekonto |
| Unternehmens-Eigentum verwalten | In der Regel nicht erforderlich |
| Seitenzugriff anderer verwalten | In der Regel nicht erforderlich |
| Full Control | In der Regel nicht erforderlich |
Ein Praxisbeispiel: ein Restaurant beauftragt eine Agentur
Szenario 1 — Inhalte und Community. Ein Restaurant beauftragt eine
Agentur mit Facebook-Beiträgen, Instagram-Posts und Reels, Planung,
Kommentaren, Nachrichten und einem monatlichen Reporting.
Das vernünftige Setup:
- Das Business Portfolio des Restaurants hält die Seite und das
Instagram-Konto
- Partner access für das Portfolio der Agentur — nur auf diese zwei Assets
- Berechtigungen: Inhalte, Nachrichten, Community-Aktivität, Insights
- Kein Werbekonto geteilt, nirgendwo Full Control
Die Agentur kann 100 % der vereinbarten Arbeit erledigen. Sie kann keine
Seiteneinstellungen ändern, keine Fremden hinzufügen und nichts anfassen,
was das Restaurant nicht geteilt hat.
Szenario 2 — dieselbe Agentur schaltet jetzt auch Meta-Anzeigen. Eine
einzige Ergänzung: Das Restaurant teilt sein Werbekonto mit dem
Portfolio der Agentur, mit der Berechtigung zur Anzeigenverwaltung (plus
der Werbeanzeigen-Aufgabe auf der Seite, falls fürs Boosting nötig).
Beachten Sie, was nicht passiert ist: Die Agentur hat kein Eigentum am
Unternehmen des Restaurants, an seiner Seite oder an seinem Instagram
erworben. Werbebudget und Werbekonto laufen weiter auf den Namen des
Restaurants — inklusive Abrechnung, Ausgabenhistorie und Ergebnissen.
Endet die Zusammenarbeit, behält das Restaurant seine Pixel-Daten, seine
Zielgruppen und seine Anzeigenhistorie.
Wer sollte die Facebook-Seite kontrollieren?
Ihr Unternehmen. Konkret: Mindestens eine — besser zwei — Personen, die
für das Unternehmen arbeiten (Inhaber, Partner, Führungskraft), halten
Facebook access mit Full Control, und die Seite liegt im eigenen Portfolio
des Unternehmens. Eine Agentur kann Partner mit Arbeitsberechtigungen
sein; sie sollte niemals die einzige Instanz sein, die die Seite
administrieren kann.
Wer sollte das Instagram-Konto kontrollieren?
Dieselbe Antwort. Das Konto ist ein professionelles Konto, verbunden mit
dem Portfolio des Unternehmens; Login-E-Mail und Telefonnummer am Konto
gehören dem Unternehmen (nicht einem Agenturmitarbeiter); 2FA ist
aktiviert, und die Wiederherstellungscodes liegen beim Unternehmen.
Was, wenn die Agentur meine Facebook-Seite erstellt hat?
Das passiert ständig: Die Agentur hat die Seite oder das Instagram-Konto
im Rahmen einer Kampagne aufgebaut, und Monate später stellt der Kunde
fest, dass er sein eigenes Publikum nicht kontrolliert. Wenn Sie in dieser
Lage sind:
- Bitten Sie die Agentur, Ihrem Unternehmen Facebook access mit Full
Control auf der Seite zu geben — und verschieben Sie die Seite dann in
Ihr Business Portfolio.
- Stellen Sie Login-E-Mail und Telefonnummer des Instagram-Kontos auf
unternehmenseigene Kontakte um, setzen Sie das Passwort zurück und
aktivieren Sie Ihre eigene 2FA.
- Wiederholen Sie das für alles, was in Ihrem Namen erstellt wurde:
Werbekonten, Datensätze (Pixel), Kataloge — jedes davon sollte in
Ihrem Portfolio liegen oder ihm gehören, mit der Agentur zurückgestuft
auf Partner access.
- Eine professionelle Agentur wird kooperieren; Widerstand ist ein
Warnsignal, das Sie vor der Vertragsverlängerung eskalieren sollten.
Wiederherstellungs-E-Mail, Wiederherstellungs-Telefonnummer und 2FA jedes
kritischen Assets gehören Ihrem Unternehmen. Lassen Sie niemals eine
einzelne externe Person der einzige Mensch sein, der ein Asset
administrieren kann, von dem Ihr Unternehmen abhängt.
Was passiert beim Agenturwechsel?
Wenn Sie diesem Leitfaden gefolgt sind, ist der Übergang herrlich
langweilig:
Ihnen gehören die Assets
→ Agentur A hält Partner access
→ Vertrag endet
→ Sie entfernen Agentur A (eine Aktion in den Unternehmenseinstellungen)
→ Sie fügen die Business ID von Agentur B als Partner hinzu
→ Die Arbeit läuft weiter — gleiche Seite, gleiche Follower, gleiche Historie
Keine Passwort-Resets, keine Asset-Übertragungen, keine E-Mails im Stil
von „bitte geben Sie uns unsere Seite zurück“, keine Ausfallzeit. Das —
mehr als jedes Sicherheitsargument — ist der Grund, warum sich das
Partnermodell auszahlt.
Welchen Zugriffsweg sollten Sie wählen?
- Einzelner Freelancer → Seitenzugriff mit begrenzten
Task-Berechtigungen, passend zum Job.
- Professionelle Agentur → Business Portfolio → Partner access → nur
die betreuten Assets, mit Arbeitsberechtigungen.
- Die Agentur will den Prozess starten → Agentur fragt geteilten
Zugriff an → Sie prüfen das Berechtigungspaket → Sie bestätigen.
- Nur Analytics/Reporting → ausschließlich Insights-Zugriff.
- Content-Erstellung ohne Publishing → womöglich gar kein Zugriff auf
die Konten — die Agentur produziert, Sie (oder Ihr Planungstool)
veröffentlichen.
Sicherheits-Checkliste
- [ ] Ihr Unternehmen kontrolliert sein eigenes Business Portfolio
- [ ] Ihr Unternehmen hält Full Control über die Facebook-Seite (idealerweise zwei Personen)
- [ ] Ihr Unternehmen besitzt das Instagram-Konto (E-Mail, Telefonnummer, Passwort, 2FA)
- [ ] Zwei-Faktor-Authentifizierung auf jedem Inhaber-Konto aktiviert
- [ ] Die Agentur ist über ihre eigene Business ID verbunden — ihre eigene Identität
- [ ] Nur die erforderlichen Assets sind geteilt
- [ ] Nur die erforderlichen Berechtigungen pro Asset vergeben
- [ ] Werbekonto nur geteilt, wenn die Agentur tatsächlich Anzeigen schaltet
- [ ] Keine Passwörter geteilt — nie, mit niemandem
- [ ] Frühere Agenturen aus den Partnern entfernt
- [ ] Frühere Mitarbeiter aus dem Seitenzugriff entfernt
- [ ] Zugriffsliste regelmäßig geprüft (quartalsweise funktioniert)
Wo eine Management-Plattform in dieses Bild gehört
Dasselbe Prinzip — autorisierter Zugriff statt geteilter Logins — ist
auch der Maßstab für Social-Media-Management-Plattformen. Eine seriöse
Plattform bittet Kunden nie um ein Instagram-Passwort; sie nutzt die
offiziellen Autorisierungs-Flows der Netzwerke, sodass die Zustimmung
explizit, begrenzt und widerrufbar ist:
Kunde → offizielle Plattform-Autorisierung → ausgewählte Social-Media-Konten
→ Octonity → autorisiertes Management
Genau auf diesem Modell ist Octonity gebaut. Konten werden über
offizielle OAuth-Flows verbunden, und eine Agentur organisiert ihre Kunden
als getrennte Workspaces:
Agentur-Workspace
→ Kunde A → seine autorisierten Konten
→ Kunde B → seine autorisierten Konten
→ Kunde C → seine autorisierten Konten
Innerhalb dieser Struktur bekommt das Agenturteam das tägliche Werkzeug —
Publishing und Planung über alle Kanäle, Content-Planung, einen
einheitlichen Posteingang für Nachrichten und Kommentar-Moderation mit KI,
Analytics sowie Teamrollen mit Freigabe-Workflows (mehr dazu im
Tool-Vergleich und in unserem
Überblick über Hootsuite-Alternativen)
— während die Konten jedes Kunden Eigentum des Kunden bleiben: verbunden
per Zustimmung, trennbar jederzeit. Die Zugriffs-Philosophie dieses
Artikels und die Produkt-Philosophie sind derselbe Satz: Der Kunde
behält die Kontrolle; die Agentur bekommt autorisiertes Management.
Wenn das das Arbeitsmodell ist, das Sie wollen, ist
Octonitys Free-Tarif ein risikofreier Ort, es
auszuprobieren.
FAQ
Sollte ich meine Social-Media-Agentur zum Admin meiner Facebook-Seite machen?
Nein. „Admin“ (heute: Facebook access mit Full Control) umfasst die Macht,
Zugriffe und Einstellungen zu verwalten — weit mehr, als
Social-Media-Management erfordert. Vergeben Sie stattdessen Task- oder
Partner-Berechtigungen.
Welchen Facebook-Zugriff sollte ich einer Agentur geben?
Für eine professionelle Agentur: Partner access von Ihrem Business
Portfolio zu ihrem — nur für die geteilten Assets, mit Inhalten,
Nachrichten, Community-Aktivität, Insights — und Werbeanzeigen, falls sie
Ihre Werbung betreut.
Was ist der sicherste Facebook-Zugriff für eine Agentur?
Das kleinste Paket, das die tatsächlichen Aufgaben abdeckt, vergeben von
Unternehmen zu Unternehmen über Partner access — nie Full Control, nie
ein geteilter Login.
Was ist Facebook Task Access?
Eine Berechtigungsstufe, mit der jemand bestimmte Aufgaben (Inhalte,
Nachrichten, Community-Aktivität, Werbeanzeigen, Insights) über Tools wie
die Meta Business Suite erledigt — ohne als die Seite auf Facebook zu
agieren oder ihre Einstellungen zu berühren.
Braucht eine Agentur Full Control?
Fast nie. Full Control ist Macht auf Eigentümerebene: Zugriffe anderer und
zentrale Einstellungen verwalten. Das Tagesgeschäft braucht das nicht.
Braucht meine Agentur mein Facebook-Passwort?
Nein — unter keinen Umständen. Alle legitimen Zugriffswege laufen über
Einladungen und Unternehmens-zu-Unternehmens-Freigaben, gebunden an die
eigene Identität jeder Person.
Braucht meine Agentur mein Instagram-Passwort?
Nein. Verbinden Sie das professionelle Instagram-Konto mit Ihrem Business
Portfolio und teilen Sie es mit dem Portfolio der Agentur. Sie betreut es
über Business-Tools — ohne Ihre Zugangsdaten.
Kann eine Agentur Facebook ohne Full Control betreuen?
Ja — vollständig. Publishing, Planung, Nachrichten, Kommentare,
Werbeanzeigen und Reporting laufen komplett über Task- oder
Partner-Berechtigungen.
Kann eine Agentur Instagram betreuen, ohne mein Passwort zu kennen?
Ja. Das ist das professionelle Standard-Setup: mit dem Portfolio
verbundenes Konto, Partner access, Agenturmitarbeiter mit eigenen Logins.
Kann eine Agentur Zugriff auf meine Facebook-Seite anfragen?
Ja — aus ihrer Business Suite kann sie geteilten Zugriff auf Ihre Seite
anfragen. Sie erhalten die Anfrage, prüfen das Berechtigungspaket und
bestätigen, kürzen oder lehnen ab.
Sollte eine Agentur Zugriff auf mein Werbekonto haben?
Nur, wenn sie Ihre Anzeigen schaltet — und dann über Partner access auf
das Werbekonto mit Anzeigenverwaltungs-Berechtigung, während das Konto
selbst Eigentum Ihres Unternehmens bleibt.
Was passiert, wenn ich die Zusammenarbeit mit einer Agentur beende?
War der Zugriff sauber aufgesetzt, entfernen Sie den Partner access (und
etwaige Einzelfreigaben) in Minuten. Ihre Seite, Ihr Instagram, Ihr
Werbekonto, Ihre Historie und Ihre Zielgruppen bleiben unberührt und
vollständig Ihre.